28. und 29.5.2021

INTERDISZIPLINÄRES SYMPOSIUM

Wissenschaft.Kunst.Politik
Aktivismus & Partizipation

veranstaltet vom
Elfriede Jelinek-Forschungszentrum
und dem
Interuniversitären Forschungsverbund Elfriede Jelinek
der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

in Kooperation mit dem
Schauspielhaus Wien und der
Central European University Vienna

Wie können Kunst und Wissenschaft in den politischen Diskurs und in gesellschaftliche Debatten eingreifen, wie werden sie wirksam, wann zur politischen Aktion? Welche Funktion haben dabei Kunstinstitutionen und Universitäten? Und ist das überhaupt ihre Aufgabe? Um diese Fragen kreiste das interdisziplinäre Symposium Wissenschaft.Kunst.Politik. Ausgangspunkt waren Elfriede Jelineks politisch-ästhetischer Anspruch und die unterschiedlichen politisch-aktivistischen Formate, zu denen ihre Texte herausgefordert haben. 

Verhandelt wurden aktuelle Tendenzen aktivistischer Ästhetik und Forschung, neue Formen der Partizipation und Immersion, der Zusammenhang von Kunst/Wissenschaft und sozialer Praxis sowie zukünftige Modelle des Umgangs mit dem öffentlichen Raum in diesem Zusammenhang.

Höhepunkt der Veranstaltung war eine chorisch-performative Intervention vor dem Schauspielhaus Wien mit einem Text, den Thomas Köck exklusiv für das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum und den Interuniversitären Forschungsverbund Elfriede Jelinek verfasst hat: eine sehr kurze sehr grundsätzliche überlegung für harfe chor und schlagwerk. Schauspieler*innen und Mitarbeiter*innen des Schauspielhauses nahmen an dieser Intervention ebenso teil wie Studierende der Universität Wien und der MUK.

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, die ebenfalls mitwirkte, betonte den interdisziplinären Ansatz des Symposions: „Es ist wichtig, dass in diesem Symposion vom Werk Elfriede Jelineks ausgehend thematisiert wird, wie Politik, Kunst und Wissenschaft heute in die Gesellschaft hineinwirken. Zu diskutieren, was politisches Agieren in diesen Feldern bedeuten kann, ist heute dringender denn je.“

Konzeption und Organisation: Pia Janke, Andrea Heinz 

Performance von Thomas Köcks "eine sehr kurze sehr grundsätzliche überlegung für harfe chor und schlagwerk"
Performance von Thomas Köcks "eine sehr kurze sehr grundsätzliche überlegung für harfe chor und schlagwerk"
Tomas Schweigen, Rosemarie Brucher, Andrea Heinz, Monika Meister
Leonie Frühe, Til Schindler, Johanna Mitulla, Alessandra Delato, Lucie Ortmann
Michael Ignatieff, Eva Blimlinger, Gerald Bast, Andreas Mailath-Pokorny, Lisz Hirn
Veronica Kaup-Hasler, Pia Janke, Christoph Reinprecht
Claudia Bosse, Susanne Teutsch

PROGRAMM

FREITAG, 28.5.2021, 17 Uhr
Schauspielhaus Wien
1090, Porzellangasse 19

Thomas Köck: eine sehr kurze sehr grundsätzliche überlegung für harfe chor und schlagwerk
Chor-Performance mit Schauspieler*innen und Mitarbeiter*innen des Schauspielhaus Wien sowie Studierenden der Universität Wien und der MUK
Inszenierung: Johanna Mitulla

Response: Johanna Mitulla, Tomas Schweigen und Mitglieder des Chores

Gespräch: „ich würde ja auch wirklich gerne eingreifen“ – Was Kunst (nicht) bewirken kann
Mit Rosemarie Brucher, Thomas Köck, Monika Meister, Tomas Schweigen, moderiert von Andrea Heinz

Der Eintritt ist frei. Begrenzte Platzzahl, Anmeldung bis 21.5. unter jelinek.germanistik@univie.ac.at erforderlich.


SAMSTAG, 29.5.2021, 15 Uhr

aus der Central European University
Stream: www.ifvjelinek.at

Begrüßung: Maria Kronfeldner

Milo Rau:
Video-Statement: Muss Kunst eingreifen?

Sarah Held:
Kunst als Intervention
Response: Claudia Bosse

Gespräch: Kunst und/als sozialer Raum: Neue Formen der Öffentlichkeit
Mit Veronica Kaup-Hasler, Christoph Reinprecht, moderiert von Pia Janke

Gespräch: Kritische Resonanzräume?
Die Rolle der Universitäten im gesellschaftlichen Diskurs
Mit Gerald Bast, Eva Blimlinger, Michael Ignatieff, Andreas Mailath-Pokorny, moderiert von Lisz Hirn

Der 29.5. ist ausschließlich im Livestream zu sehen.


Internationale Partner*innen des Projekts „Kunst & Politik“:

  • Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien, Österreich
  • Institut für Soziologie, Universität Wien, Österreich
  • Institut für Sprachkunst, Universität für angewandte Kunst Wien, Österreich
  • Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Österreich
  • Department für Komposition und Musiktheorie, Universität Mozarteum Salzburg, Österreich
  • Department of Languages and Cultures, Lancaster Institute for the Contemporary Arts, Lancaster University, Großbritannien
  • Département Etudes germaniques, Université Sorbonne Nouvelle Paris, Frankreich
  • REPERCRI – Contemporary Representations of Perpetrators of Mass Crimes (MINECO, HAR2017-83519-P), Universitat de València, Spanien
  • German Department, Faculty of Arts, Universität Kairo, Ägypten
  • Department of Germanic Languages, Columbia University in the City of New York, USA
  • NTGent
  • Burgtheater Wien
  • Schauspielhaus Wien
  • Volkstheater Wien
  • WERK X
  • Wortwiege
  • Stadtkino Wien


Mit freundlicher Unterstützung von: