meine liebe
(1966)

Textgrundlage
Jelineks Gedicht meine liebe, das erstmals 1980 im Lyrikband ende. gedichte 1966-1968 publiziert wurde.

Musikalische Besetzung

Singstimme (Sopran), Klavier.

Abbildung der zweiten Seite des Autographs (Schluss)
In: Dreissinger, Sepp: Hauptdarsteller. Selbstdarsteller. Ein Portraitbuch für Links- und Rechtshänder mit 66 Portraits und 66 Selbstdarstellungen. Weitra: Bibliothek der Provinz o. J., unpag.
Über die unteren, leeren Notensysteme ist ein Notizzettel mit folgendem handschriftlichen Text Jelineks eingeblendet:
BIN ICH ES NICHT
ES BIN ICH NICHT
BIN ICH NICHT ES
ICH BIN ES NICHT

Aufführungen
UA | 30.4.1991 im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses (im Rahmen der Langen Nacht der neuen Klänge IV der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik). InterpretInnen: Christina Ascher (Sopran), Christian Ofenbauer (Klavier). Bei diesem Konzert wurde auch Jelineks Komposition Die Ballade von Villon und seiner dicken Margot aufgeführt. Die beiden Lieder wurden vom ORF mitgeschnitten.

CD-Aufnahmen
Auf der CD Musik für die Welt von morgen Vol. II. Edition: Die Mondin – Frauen in der Gesellschaft e. V., 1998. Interpretinnen: Christina Ascher (Sopran), Caroline Weichert (Klavier). (= Live-Mitschnitt vom 5. Internationalen Solistinnenkonzert im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin am 10.4.1997)
Auf der DVD: Elfriede Jelinek: „ICH WILL KEIN THEATER“. Mediale Überschreitungen. DVD zum Buch. Wien: Praesens Verlag 2007 (= DISKURSE.KONTEXTE.IMPULSE. Publikationen des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums 3). Interpretinnen: Petra Halper (Sopran), Anna Sushon (Klavier). (= Live-Mitschnitt vom Symposium Elfriede Jelinek: „ICH WILL KEIN THEATER“. Mediale Überschreitungen am 26.10.2006 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)


Das Lied hat das gleichnamige Gedicht Jelineks als Grundlage. Die Vortragsbezeichnung, die Jelinek dem Lied voranstellte, lautet: „langsam schwebend“. Das Lied wurde 1991 zusammen mit Jelineks Die Ballade von Villon und seiner dicken Margot erstmals öffentlich präsentiert.


meine liebe

und tanzt
der eberesche
früchter wind..
der liegt verrauscht
an blütenstaubes tod....
es blaßt dein lächeln
schwinger saum
von vogelzügen....
alles gold
an deiner hand
bin ich....
warum verströmt der garten
mich
deine ringe
an schmetterlingsfremdheit....
ich kenne
deine leeren hände
nicht.....

Elfriede Jelinek: meine liebe. In: Jelinek, Elfriede: ende. gedichte 1966-1968. mit fünf zeichnungen von martha jungwirth. Schwifting: Schwiftinger Galerie Verlag 1980, S. 36.


ZITIERWEISE
N. N.: meine liebe. www.elfriede-jelinek-forschungszentrum.com/wissenschaftsportale/musik/kompositionen/meine-liebe/ (Datum der Einsichtnahme) (= Elfriede Jelinek und die Musik. Intermediales Wissenschaftsportal des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums).

aus: Janke, Pia: Elfriede Jelinek. Werk und Rezeption. Wien: Praesens Verlag 2014 (= DISKURSE.KONTEXTE.IMPULSE. Publikationen des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums 10), S. 252-254.


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