Aufbau eines Multimedia-Archivs zu den feministischen Arbeiten Elfriede Jelineks sowie Erstellung eines Gesamtbestandkatalogs

Projektleitung: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke
ProjektmitarbeiterInnen: Mag. Stefanie Kaplan, Mag. Christoph Kepplinger, Teresa Kovacs
Laufzeit: 1.2.2008-31.1.2010
Förderstelle: Bundeskanzleramt Österreich / Ministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst 

In diesem Projekt wurden alle feministischen Bezüge und Zusammenarbeiten Jelineks in Form eines Multimedia-Archivs aufgearbeitet, dokumentiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Alle feministischen Arbeiten Jelineks und deren weltweite Übersetzungen wurden erfasst und dokumentiert, und es wurden alle relevanten Materialien dazu wie Texte, Interviews, Konzepte, Entwürfe, Dokumente, Filme, Ton-Kassetten, Audio- und Videobänder, CDs, DVDs, Fotos sowie alle Formen der Rezeption wie Kritiken, Aufsätze, Radio- und Fernsehberichte zusammengetragen, aufgeschlüsselt und digitalisiert, um sie auch für die Zukunft zu erhalten. Zudem wurden die frauenspezifischen literarischen Kontexte Jelineks dokumentiert und das bereits vorhandene Archiv des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums um diese wesentlichen Aspekte erweitert.
Auf Grund der umfangreichen Zielsetzungen wurde das Projekt auf zwei Jahre angelegt:
Im 1. Projektjahr wurden alle feministischen Arbeiten Jelineks sowie die Übersetzungen dieser Werke, die feministischen Zusammenarbeiten mit österreichischen und internationalen Künstlerinnen, die feministischen Bearbeitungen von Jelineks Texten sowie die Interviews der Autorin zum Feminismus, zu feministischen Aspekten in ihrem Werk, zu den feministischen Zusammenarbeiten und Bearbeitungen sowie zu ihren Bezügen zu anderen feministischen Künstlerinnen recherchiert. Das Material wurde gesichtet, geordnet und bibliographisch erfasst. Mit der Erstellung von Datenbanken zu den feministischen Arbeiten Jelineks wurde begonnen.
Im 2. Projektjahr wurden die bisher zusammengetragenen Primärtexte und -materialien aufgeschlüsselt, kommentiert und digitalisiert. Weiters wurden Formen der Rezeption wie wissenschaftliche Sekundärliteratur, Kritiken, Interviews, Porträts, Berichterstattung und Schwerpunktsendungen in Radio und TV, Preise und Symposien im Kontext von Jelineks feministischen Arbeiten und deren Übersetzungen recherchiert und in weiteren Arbeitsschritten erfasst, kommentiert und digitalisiert.
Am Ende des Projekts wurden die erstellten Datenbanken mit dem bisherigen Bestandskatalog des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums zusammengeführt. Dieser Gesamtbestandskatalog wurde auf Basis des UNIDAM-Systems der Universität Wien online veröffentlicht und damit allen interessierten BenutzerInnen zur Verfügung gestellt.


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